Mit Xcode, einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) von Apple für macOS, können Programme für macOS, iPadOS, iOS, watchOS und tvOS entwickelt werden. Xcode ist für die Programmiersprachen Swift und Objective-C unter Verwendung der Cocoa-Frameworks vorgesehen, wobei aber auch die Programmiersprachen C und C++ verwendet werden können. Aufgrund seiner Modularität kann man damit jedoch auch Programme in anderen Sprachen schreiben – beispielsweise in Java, Ruby, Perl oder Pascal. 

Das Besondere

Weil Xcode das einzige Tool ist, das die Entwicklung von Apps für die beliebtesten Apple-Geräte ermöglicht, ist es für Entwickler auf diesen Betriebssystemen praktisch unverzichtbar. Um die Entwickler und Unternehmen zu animieren, Programme zu schreiben, können Entwickler Xcode kostenfrei bekommen. Zahlungspflichtig ist dagegen der Upload von fertigen Apps zu Apple, das geht über eine Mitgliedschaft im Developer-Programm. Mit mehr als einer Million verschiedener Apps für iOS und zahlreichen Applikationen für Mac OS zählt Xcode mittlerweile zu einer der wichtigsten IDEs neben Visual Studio und ähnlichen, weitverbreiteten Umgebungen. Deshalb aktualisiert Apple Xcode in regelmäßigen Abständen.

Xcode: typisch Apple 

Wie von Apple gewohnt, bietet Xcode eine übersichtliche wie aufgeräumte Benutzeroberfläche. Beim Starten eines neues Projektes hilft ein Assistent bei den richtigen Einstellungen. Neben dem Programmieren von Apps unterstützt das Tool auch das visuelle Gestalten der späteren Benutzeroberfläche sowie das Testen und Debuggen von Software. 

Funktionen der Entwicklungsumgebung

Während der Arbeit mit der Entwicklungsumgebung übernimmt die Programmsammlung alles, was für moderne Softwareentwicklung nötig ist: Das Schreiben von Code, die Kompilierung, das Debugging sowie die Verwaltung größerer Datenmengen und Projekte. Weil eine Dokumentation der Programmierschnittstelle direkt aus Xcode heraus zu erreichen ist, fällt die Entwicklung auch Anfängern einfach.

Xcode kommt mit einem grafischen Interface-Design-Tool namens Interface Builder, über das Benutzeroberflächen entwickeln kann. Menüs, Fenster, Controls und weitere visuelle Elemente lassen sich gestalten, oder aus vorhandenen Objekten aus einer integrierten Bibliothek ziehen. Alternativ kann man eigene entwickeln. Die Anbindung bestimmter Elemente an den dahinterliegenden Code (in Form von ausführbaren Aktionen etwa) ist mit Interface Builder ebenfalls möglich.

Die Entwicklungsumgebung von Apple hat eine sehr ausführliche Dokumentation und Hilfe-Bibliothek inklusive, wozu SDK-Dokumentation und -Informationen, Coding Guides, API-Referenzen und Beispielcode zählen. Ist neue oder aktualisierte Dokumentation verfügbar, wird diese automatisch aktualisiert.

Xcode 12 ist da

Die Entwicklungsumgebung verfügt über anpassbare Schriftgrößen für den Navigator, eine optimierte Code-Vervollständigung und neue Dokumentregisterkarten. Xcode 12 erstellt Universal-Anwendungen standardmäßig zur Unterstützung von Mac mit Apple Silicon, oft ohne eine einzige Zeile Code zu ändern.

Fazit

Auch wenn Apples Entwicklungsumgebung ein mächtiges und gut zu bedienendes Tool zum Erstellen von Applikationen für und rund um Apple ist, sind Programmierkenntnisse Voraussetzung. Außerdem ist Xcode zurzeit leider lediglich in Englisch verfügbar.