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Eine Schnittstelle zwischen dem Web und Virtual Reality schaffen? WebVR machte es möglich. Die Einführung dieser Technologie stellt eine große Erleichterung und Freude für viele Developer und User dar. Doch was genau ist WebVR? Wie funktioniert es und welche Vorteile bringt WebVR mit sich? In diesem Blog beantworten wir euch diese und weitere Fragen ausführlich.

Was ist WebVR?

Ins Leben gerufen wurde WebVR im Jahre 2014 durch Mozilla in Kooperation mit Google Chrome. Veröffentlicht wurde die erste Version aber erst 2016 und bereits zwei Jahre später in den Chrome-Browser (Version 66) implementiert und später unter der Bezeichnung WebXR weiterentwickelt. Die Aktivierung von WebVR war damals in Chrome-basierten Webbrowsern wie Google Chrome, Microsoft Edge oder Opera möglich.

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Im Grunde bezeichnet dieser Begriff eine Open-Source-Programmierschnittstelle – kurz API – welche ein Programmteil darstellt und die Programmieranbindung auf Quelltext-Ebene definiert. Dieser Teil wird von einem Softwaresystem anderer Programme zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt. Neben dem Zugriff auf Datenbanken oder Hardware, wie Festplatte oder Grafikkarte, kann eine Programmierstelle auch das Erstellen von Komponenten der grafischen Benutzeroberfläche ermöglichen oder vereinfachen. In Bezug auf WebVR ermöglicht diese Open-Source-Programmierschnittstelle, aktuellen Webbrowsern Zugriff auf externe Geräte für die Darstellung von Virtual-Reality-Inhalten (VR) zu erhalten. Diese externen Geräte können beispielsweise Head-Mounted-Displays wie etwa Oculus Rift, HTC Vive oder das Windows Mixed Reality Headsets sein. Aber auch Android-Smartphones bieten über Google Cardboards eine breite Auswahl an VR-Funktionen.

Prinzip der Funktionen

WebVR basiert auf der Scriptsprache JavaScript. Über die Funktion „navigator.getVRDisplays“ kann man sich eine Liste sämtlicher verfügbarer Virtual-Reality-Geräte anzeigen lassen. Diese untergeordneten Objekte – was eine inhaltlich zusammengehörige Datenmenge bezeichnet, für welche Speicher reserviert werden, in denen die genauen Eigenschaften und Unterprogramm mit Details zu Funktionen oder Verhalten gespeichert werden – werden als „VRDisplay“ bezeichnet und angezeigt.

Die dreidimensionale Darstellung von VR-Welten stellt für die User-Experience eine wichtige Komponente dar. Für diese Darstellung wird bei WebVR meist ein Canvas-Element verwendet. Diese Elemente bezeichnen in HTML einen mit Höhen- und Breiten-Angaben beschrieben Bereich, in den per JavaScript (die für WebVR verwendete Programmiersprache) gezeichnet werden kann. Eine Alternative ist die JavaScript-API “WebGL” mit welcher dreidimensionaler Grafiken per Hardwarebeschleunigung dargestellt werden können.

Die Funktion “requestPresent” kann diesen 3D-Eindruck für die User erzeugen und erlebbar machen, wobei hier die Bilder für das linke und rechte Auge nebeneinander gezeichnet und über “submitFrame” konstant aktualisiert werden, um Bewegungsabläufe in WebVR darzustellen.

Neben der dreidimensionalen Darstellung bietet WebVR beispielsweise auch die Möglichkeit Klangwelten zu produzieren, wobei für sie weitere APIs wie die Web-Audio-API genutzt werden. Durch die Anzahl der zusätzlich nutzbaren APIs sind die Funktionen von WebVR sehr vielfältig und werden von Jahr zu Jahr weiter ausgearbeitet.

Vorteile von WebVR

Eine Implementierung und Nutzung von WebVR bietet sowohl für Creater als auch für User viele Vorteile. Zum einen kann durch WebVR mit relativ geringem Aufwand VR-Content gestaltet werden – und das sogar ohne grundsätzlich eine neue Programmiersprache lernen zu müssen – und zum anderen ist diese Implementierung eine große Erleichterung, da vor ihrer Einführung nur mit mühsamer Installation von Drittanbieter-Software VR-Online-Inhalte ausgegeben werden konnten. 

Durch die Integration in die bekannte Web Browser Experience können für WebVR die meisten Features beibehalten werden, die das Web zu einer großartigen Plattform für Content machen. Zu diesen Features gehören beispielsweise der einfache Zugang über eine URL-Adresse ohne zusätzliche und teils zeitaufwändige Installation anderer Programme. Auch das einfache Navigieren zwischen den unterschiedlichen Seiten und Anwendungen, schnell und unkompliziert durch die Nutzung von Links, ist hier zu nennen.

Supermedium

Zum Schluss möchten wir euch noch den Virtual Reality Browser “Supermedium” vorstellen mit welchem Ihr einfach und intuitiv über ihr VR-Headset auf webbasierten VR-Content zugreifen könnt. Durch die Nutzung ist es möglich in Sekunden zwischen hunderten Content-Fragmenten zu browsen, welche direkt aus dem Web heraus auf euer Headset übertragen werden. Einen kleinen Einblick in “Supermedium” und den verfügbaren Content findet ihr in diesem Video:

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Fazit

Zum jetzigen Zeitpunkt steckt WebVR immer noch in den Kinderschuhen und ist einzig über experimentelle Builds verfügbar. Das bestehende Potenzial welches hinter dieser API steckt ist aber unverkennbar und wir freuen uns auf das, was für die Zukunft geplant ist, um dieses Projekt weiterzuentwickeln. Und auch die Integration von AR ist im Gespräch. Haben wir mit diesem Beitrag euer Interesse für WebVR oder auch Virtual Reality im Allgemeinen geweckt? Dann nehmt gerne Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch und ein unverbindliches Gespräch.

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Suhail Ahmad – Individual Solutions & Business Development