VR-Filme sind in 360° erlebbare Filme. Mithilfe eines VR-Headsets kann der Betrachter in den Film erleben, als wäre er selbst am vor Ort. Es gibt bereits einige Filme, die auf diese Art gedreht wurden. Erfahrt hier mehr. 

VR-Filme

Filme werden auch in Zukunft die wichtigste mediale Erzählform bleiben, dennoch kann es spannend und interessant sein, die Möglichkeiten von VR auch in diesem Bereich zu testen. Virtual Reality kann das umfängliche Erlebnis, das man bei 3D-Filmen erleben kann, noch steigern. VR-Filme (oder auch 360-Grad-Filme) sind Filme zum Umherschauen, bei denen sich das eigenständige Entdecken eindeutig im Fokus befindet. In jeder Blickrichtung können die Zuschauer etwas entdecken. Letztlich macht man dabei das Gleiche, wie bei einem Panoramabild mit der Fotokamera oder Handy, jedoch mit dem Unterschied, dass die einzelnen Rundumaufnahmen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig aufgenommen werden und natürlich, dass es sich um Bewegtbild handelt. Mittlerweile gibt es immer mehr Filme, die dank Virtual Reality in einer VR Brille betrachtet werden können.

Panoramafotos, wie sie häufig in sozialen Netzwerken zu sehen sind, wirken häufig flach und vermitteln kaum räumliche Tiefe. Da die Dreidimensionalität jedoch einer der entscheidenden Faktoren beim Erschaffen einer möglichst realitätsnahen VR ist, verfügen viele moderne 360°-Kameras schon über stereoskopische Aufzeichnungsmöglichkeiten, sodass eine 3D-Aufnahme der Umgebung möglich ist. Kann zusätzlich mit einem stereoskopischem „surround”-Sound gefilmt werden, ist das extrem zuträglich für die Wahrnehmung einer virtuellen Räumlichkeit beim Betrachter.

Dass VR-Technik bis dato noch keine Massenadaption, wie etwa das Fernsehen, erfahren hat, wirkt sich auch auf die potenzielle Zielgruppe aus. Diese muss die entsprechende Technik zum Anschauen eines VR-Filmes auch bedienen können. Zurzeit setzt das solide Kenntnisse im Umgang mit moderner Technik (Smartphone, PC oder Spielekonsole) voraus. Weil sich VR-Technik noch in einer frühen Adaptionsphase befindet, ist die weiteste Verbreitung unter den „Early Adoptern”, wie beispielsweise Technikfreunden und Gamern, zu beobachten. 

Bei VR-Videos kann man im Grunde in zwei Kategorien unterscheiden: Normale Inhalte, die auf einer scheinbar riesigen Fläche laufen, wie es etwa die Netflix VR App umsetzt, und 360-Grad-Produktionen, bei denen man sich frei umschauen kann. Die zweite Kategorie setzt auf spezielle Rundumkameras und stellt besondere Anforderungen an die Dramaturgie, weil der Film den Zuschauer wesentlich mehr führen muss als bei gewöhnlichen 2D-Filmen.

Ein Beispiel ist dabei der VR-Film „Help“ von Regisseur Justin Lin, der auch „Star Trek: Beyond“ oder „Fast and the Furious“ inszeniert hat: Ein Monster-Film, der kostenfrei auf YouTube zu sehen ist – auch ohne VR-Brille, die Blickrichtung lässt sich mit der Maus verändern. Da man als Zuschauer auf die Position der Kamera fixiert ist, führen Filme wie „Help“ einen an einer festgelegten Route durch den Film; Vergleiche mit Achter- oder Geister-Bahnfahrt sowie wie Railgun-Shootern zwängen sich förmlich auf. Besonders bei Sportveranstaltungen wie dem Snowboard-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen funktioniert das sehr gut: Während der Kommentator die Tricks erläutert, folgt man dem Fahrer im eigenen Tempo.