Was ist VR/AR Marketing?

Immer mehr Unternehmen erkennen die schier unendlichen Möglichkeiten, die Virtual Reality und Augmented Reality ihrem Marketing bieten können. Diese virtuellen Umgebungen erlauben Unternehmen, ihren Kunden Produkte in einer ganz neuen Welt aus jeder Perspektive zu präsentieren – ohne, dass diese ihr heimisches Wohnzimmer verlassen müssen.

Augmented Reality kann die Produkte sogar virtuell in das Wohnzimmer des Kunden bringen. Mit AR und VR Marketing können Kunden das Produkt nicht nur sehen – sie können es erleben.

AR oder VR?

Beide Varianten unterliegen dabei unterschiedlichen Voraussetzungen und haben dementsprechend andere Möglichkeiten und Anwendungsbereiche. Für eine Virtual Reality Umgebung muss das Publikum ein VR-Headset tragen, um die Inhalte wahrnehmen zu können. Bei Augmented Reality gibt es immer mehr Systeme, die auf handelsüblichen Smartphones funktionieren. Wenn sich AR-Headsets oder Brillen – wie beispielsweise Google Glass – wirklich durchsetzen, können auch diese für AR-Marketing genutzt werden.

Mit AR-Marketing können dementsprechend deutlich mehr Menschen angesprochen werden, als mit VR-Marketing.

Warum ist VR/AR Marketing sinnvoll?

Das Bewegtbild sich besonders gut für Marketing eignet ist längst bekannt. Videomaterial spricht wie Virtual Reality den Betrachter auf einer emotionalen Ebene an – nur kann Virtual Reality das noch viel effektiver als Bewegtbild.

Mehr Emotion = Mehr Erinnerung

Jeder der eine VR-Brille getragen hat, weiß, wie aufregend es ist, mit Hilfe einer solchen Brille in eine ganz neue Umgebung versetzt zu werden. Mit VR-Marketing können Unternehmen sich dieses Gefühl zu Nutze machen. Das intensive Erleben kann mit VR-Marketing in den Mittelpunkt der Werbung gerückt werden und das Produkt vom Betrachter emotional wahrgenommen werden.

Im VR-Marketing steht vor allem die Ansprache von Emotion beim Betrachter im Vordergrund, AR-Marketing arbeitet vordergründig auf einer informativeren Ebene, nutzt aber auch die neuen emotionalen Ansprachemöglichkeiten.

Es ist mit einem Smartphone bereits möglich, aus jedem beliebigen Raum eine AR-Umgebung zu machen. Mit einer App können Unternehmen Kunden ihre Produkte als 3D-Inhalte zur Verfügung stellen. Diese Inhalte können auf dem Bildschirm des Smartphones angezeigt werden, während die Umgebung mit der Kamera gefilmt und ebenfalls auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Wie kann AR- und VR-Marketing tatsächlich aussehen?

Die ersten Unternehmen haben die vielfältigen Möglichkeiten erkannt, die ihnen AR- und VR-Marketing bieten und beginnen damit diese umzusetzen. Die ersten Smartphone-Apps für AR-Marketing werden entwickelt und die ersten VR-Werbeinhalte angeboten. Besonders in diesem Bereich wird es noch dauern, bis alle Möglichkeiten genutzt werden.

Weltreise im Reisebüro?

Gegenwärtig bestehen viele VR-Marketinginhalte noch nicht aus echten VR-Welten, sondern aus 360 Grad Videos. Die Reise- und Tourismusbranche sieht im VR-Marketing eine große Chance. Perspektivisch könnten sich interessierte in einem Reisebüro eine VR-Brille aufsetzen und ihre Traumziele in einer Virtuellen Realität erleben, bevor sie sich für den Kauf der Reise entscheiden. Ein weißer Traumstand sieht in einer VR-Welt noch viel zauberhafter aus, als auf einem Reisekatalog-Foto oder einen Youtube-Werbeclip.

Das Traumauto im Wohnzimmer?

Der deutsche Autobauer Audi setzt großes Vertrauen in das VR-Marketing. Anstatt 360 Grad Videos zu drehen, wie es in der Reisebranche noch weit verbreitet ist, hat Audi die „Audi VR Experience“ entwickelt.

Die Audi VR Experience erlaubt es Autokäufern, sich ihr Traumauto zu konfigurieren und es sich in einer VR-Umgebung in allen Details anzusehen. Das Fahrzeug ist damit nicht mehr nur ein eher abstraktes Bild in auf einer Internetseite, sondern steht – virtuell natürlich – direkt vor dem Kunden. Der Audi Kunde kann sich sein Traumauto in unterschiedlichen Umgebungen aus allen Perspektiven, von innen und außen ansehen und sogar hören, wie das Auto klingt. Bisher ist die virtuelle Audi Umgebung nur im Audi-Autohaus verfügbar.

Augmented Reality statt Maßband und Bleistift

Im Bereich der Augmented-Reality zeigt Ikea, was alles mit AR schon möglich ist. Während Autofreunde ihren neuen Audi bisher nur im Autohaus erleben können, können sich Ikea Kunden sich die App des Möbelhauses auf ihr Smartphone laden und bequem in ihrem eigenen Wohnzimmer platzieren. Die Kunden können sich die Möbel nicht mehr nur im Katalog ansehen und versuchen, sich vorzustellen, wie diese in ihrem Raum aussehen – sondern das Möbelstück im Wohnzimmer sehen. Das sieht nicht nur schön aus und macht Spaß, sondern spart Kunden auch das Ausmessen, ob das Sofa auch tatsächlich in diese Ecke des Zimmers passt.

AR- und VR-Marketing ist das Marketing von morgen

Bisher stecken die AR- und VR-Marketingstrategien noch in ihren Kinderschuhen und es nicht noch nicht ansatzweise absehbar, was alles möglich sein wird. Aber die Möglichkeiten sind vielfältig und das Interesse ist groß. Jeder möchte Virtuelle Realität erleben – AR- und VR-Marketing ist unweigerlich das Marketing von morgen.