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Beginnen wir ganz vorne, mit der Frage was ein virtueller Showroom ist, bevor wir darauf eingehen, wie er genutzt werden kann. Ein Showroom ist ein Ausstellungsraum, in dem Unternehmen ihre Produkte präsentieren und vorführen. Bekannt sind Showrooms besonders aus der Automobil- und Modebranche. Die Produkte, also beispielsweise Kleidungsstücke, werden auf der Ausstellungsfläche präsentiert und können anschließend bestellt werden, der eigentliche Verkauf findet also nicht direkt auf der Fläche statt, sondern eher die Vorführung und Beratung. Auf diese Art können sich die Besucher:innen umfassend über das Produkt informieren.

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Ein virtueller Showroom ist eine digitale Ausstellungsfläche, die mit einer VR-Brille betreten werden kann. Es wird eine 3D-Umgebung geschaffen, in der sich die Besucher:innen mithilfe von Avataren bewegen und interagieren können. Die Möglichkeiten der Interaktion können dabei variieren. Häufig sind die Anwendungen so konzipiert, dass sie ebenfalls über einen Webbrowser genutzt werden können, das bedeutet, dass keine VR-Brille, sondern nur ein Laptop oder ein Smartphone benötigt werden. Das hat den Vorteil, dass sie im Prinzip für jeden zugänglich und einfach zu verstehen sind.

Auch in virtuellen Showrooms werden den Besucher:innen Informationen über die Produkte zur Verfügung gestellt, sie bieten gegenüber physischen Showrooms aber eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten, um ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Je nach Kontext können sie in ganz unterschiedlichem Licht erstrahlen.

Welche Möglichkeiten gibt es in virtuellen Showrooms?

VR-Showrooms haben gegenüber physischen Showrooms den Vorteil, dass sie orts- und zeitunabhängig genutzt werden können. Es kann eine einzigartige Atmosphäre geschaffen werden, um so beispielsweise die Präsentation einer Winterkollektion, in einer winterlichen Schneelandschaft stattfinden zu lassen, auch wenn der Nutzer gerade die Sonne Spaniens genießt. Produkte können dort dargestellt werden, wo sie tatsächlich gebraucht und genutzt werden. Arbeitssicherheitskleidung wird direkt auf einer Baustelle oder in einer Produktionsstätte präsentiert, Wanderschuhe in den Bergen und Bademode am Pool. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

Der VR-Showroom ist auch nicht an tatsächliche physische Gegebenheiten gebunden. Es ist möglich, dem VR-Showroom nicht nur eine alpine Umgebung zu geben, sondern es können Schneeflocken gefahrlos vom Himmel rieseln, ohne dabei Ausstellungsstücke zu beschädigen, oder die Sicherheit von Besucher:innen zu gefährden. Die gewünschte Stimmung kann in den VR-Showroom gebracht und von den Besucher:innen erlebt werden. Durch das Tragen der VR-Brille und die damit verbundene Immersion bekommt der Besucher das Gefühl tatsächlich an einem anderen Ort zu sein, denn seine eigentliche, physische Umgebung wird ausgeblendet und nur die 360°-Umgebung des VR-Showrooms wahrgenommen. Dadurch ist es ebenfalls möglich Dienstleistungen und Services darzustellen, was in einem “normalen” Showroom nahezu unmöglich ist.

Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil von virtuellen gegenüber physischen Showrooms. In der Realität lassen sich Dienstleistungen, wie beispielsweise Beratungsgespräche, nur schwer in Showrooms abbilden. In VR hingegen ist es mithilfe von 360°-Videos oder 3D-Inhalten relativ einfach möglich, die Betrachter:innen in ein Beratungsgespräch zu versetzen. Durch die VR-Brille wird suggeriert, sich wirklich in dem Gespräch zu befinden, denn die Nutzer:innen haben eine First-Person-Perspektive, die es ihnen ermöglicht sich zu bewegen und ihren Blick schweifen zu lassen. Auch Service- und Mitarbeiterschulungen können auf diese Weise hervorragend in virtuellen Showrooms präsentiert werden.

Welche Interaktionsmöglichkeiten gibt es für Besucher:innen?

Virtuelle Showrooms bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die Besucher:innen im Showroom interagieren können. Sie haben natürlich die Möglichkeit sich in dem Raum umzusehen und in alle Richtungen zu bewegen. 3D-Objekte können in den virtuellen Showroom integriert und durch Informationstexte, Bilder, Video- oder Audioaufnahmen ergänzt und erklärt werden. Die Informationen, Bilder oder Videos können aktiv von den Besucher:innen aufgerufen werden, oder erscheinen indirekt durch ein bestimmtes Verhalten. Bewegt sich ein/e Besucher:in zu einem bestimmten Ausstellungsstück, kann sich beispielsweise der Hintergrund oder die Belichtung ändern und es erscheinen Informationstexte.

Quelle: https://www.forward-ttc.de/case-studies/digital-showroom/

Die integrierten Bilder, Videos und Informationen reichen nicht aus und sie haben noch Fragen zu den Produkten oder Services? Auch das ist kein Problem. Gemeinsam mit einem Berater haben die Besucher:innen die Möglichkeit den virtuellen Showroom zu erkunden und Fragen zu stellen. Außerhalb der Öffnungszeiten können potentielle Kunden Kontakt über ein Formular mit Ihnen aufnehmen oder auf Wunsch erste Fragen mit einem Chatbot klären.

Weitere Vorteile von virtuellen Showrooms

Das virtuelle Pendant von physischen Showrooms, besitzt neben den bereits genannten Vorteilen, wie beispielsweise der optimalen Anpassung der Umgebung an das zu präsentierende Produkt, noch eine Reihe weiterer Stärken. Der virtuelle Showroom ist eine ressourcenschonende Alternative. Sie können Ihren virtuellen Showroom so oft verwenden und anpassen wie sie möchten, ohne dabei natürliche Ressourcen in Anspruch zu nehmen. Baumaterialien und Transporte werden bei einem virtuellen Showroom nicht benötigt und Bilder, Texte, Farben und Formen lassen sich relativ leicht ändern. Der Raum kann rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche genutzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Besucher:innen sich tatsächlich befinden. Die Besucherzahlen und das Nutzerverhalten sind außerdem sehr gut messbar und können zur Optimierung des virtuellen, aber auch eines physischen Showrooms analysiert und genutzt werden. Im Vergleich zu einem realen Showroom ist der kostenaufwand zudem deutlich geringer.

Welche Grenzen gibt es für virtuelle Showrooms?

Bei all den Möglichkeiten, die ein virtueller Showroom bietet, gibt es doch auch Grenzen, denn nicht alle Sinne können gleichermaßen angesprochen werden. Virtual Reality funktioniert vor allem visuell und auditiv. Auch haptische Elemente können immer besser eingebunden werden. Der Geruchs- und der Geschmackssinn können bislang jedoch noch nicht einbezogen werden. Daher gestalten sich virtuelle Showrooms im Food & Beverage-Bereich eher schwierig. Obwohl das Auge sprichwörtlich mitisst und das Visuelle ein wichtiger Bestandteil ist, so geht es letztendlich doch besonders um den Geschmack und dieser kann virtuell bislang noch nicht vermittelt werden. So verhält es sich auch z.B.  bei Parfums, die durch ihren Geruch überzeugen müssen.

Was kostet ein virtueller Showroom?

Grundsätzlich liegen die Kosten für einen virtuellen Showroom weit unter denen für einen realen. Einen genauen Preis zu bestimmen ist allerdings schwierig, denn der hängt natürlich – wie in der realen Welt – von unterschiedlichen Faktoren ab. Beispielsweise wie aufwändig die Umgebung gestaltet sein soll, wie viele und welche Medien eingebunden werden sollen. Also “nur” ein standardisierter Raum mit Anpassungen in der eigenen CI oder eine komplett individuelle 3D-Umgebung? Wie viele Videos, Infotafeln und Bilder sollen integriert werden? Das sind einige Aspekte, die die Kosten für einen virtuellen Showroom beeinflussen. In unserem Blog zu den Kosten von VR und AR-Anwendungen, kann man sich einen genaueren Überblick über die anfallenden Posten verschaffen. Für weitere Fragen zum Thema virtuelle Showrooms, VR oder AR und den damit einhergehenden Kosten stehen wir gerne für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.

Fazit

Virtuelle Showrooms sind sicherlich besonders durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen interessant geworden und haben dadurch an Verbreitung gewonnen. Jedoch sind Sie auch darüber hinaus ein wertvolles Instrument, um Produkte und Dienstleistungen unabhängig von Ort und Zeit erlebbar zu machen. Neben dem flexiblen Einsatz, spielt auch die Nachhaltigkeit für viele Unternehmen zunehmend eine Rolle. Die Möglichkeiten, die virtuelle Showrooms bieten, werden immer vielfältiger und somit auch die Einsatzbereiche. Es ist daher spannend zu verfolgen, was die Zukunft der virtuellen Showrooms bringt.

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Suhail Ahmad

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Suhail Ahmad – Individual Solutions & Business Development