Oculus „Link“ für die VR-Brille Oculus Quest

Neu angekündigt auf der Connect Hausmesse von Oculus/Facebook war die Oculus „Link“ Technologie, welche die Oculus Quest VR-Brille per Kabel an den PC anschließt. Dadurch kann die Brille auf die Grafikkarte und Speicher des PCs zugreifen und man hat mehr grafische Möglichkeiten.

Die Link Technologie kommt voraussichtlich bereits im November auf den Markt. Was bedeutet das für VR Business Anwendungen?

  • Bessere Grafik mit Oculus Quest Apps möglich (aber mehr-Programmier-Aufwand durch grafische Optimierung – dies passiert nicht automatisch).
  • längere Akkulaufzeit bzw. Akku-Ladung im Betrieb.
  • PC-basiert und mobil in einer Brille – keine doppelten Hardware-Käufe nötig!

Trotzdem sollte man im Konzept einer Anwendung festlegen, ob primär im mobilen oder PC-basierten Modus eingesetzt wird.

Oculus Quest Hand-Tracking

Ebenso angekündigt (für Anfang 2020) wurde ein Hand-Tracking für Oculus Quest Brillen – dazu werden die Sensoren, die der Umgebungserkennung dienen, benutzt. Man darf aber kein präzises Fingertracking erwarten, eher die Erkennung der Hand als Ganzes und dies auch mit deutlicher Verzögerung. Dieses Feature wird Standardmäßig in allen Headsets von Quest aktiviert und dient vor allem für einfache Eingaben ohne Controller.

Horizon SocialVR

Ist das schon Facebook in VR? Facebook hat angekündigt an einer Art SecondLife für Virtual Reality zu arbeiten, dass möglicherweise 2020 veröffentlicht werden soll. Der Fokus ist zunächst ein Ökosystem für den Consumer Markt zu schaffen – wie sich das für BusinessVR auswirkt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Oculus Business

Speziell für Unternehmen wird ab Ende 2019 Oculus Business eingeführt. Dieses Software- und Lizenz-Paket bietet einige nützliche Vorteile.

  • VR Device Management – ähnlich Mobile Device Management
  • Kiosk-Modus – Anschalten bestimmter Anwendung nach Start der Brille
  • Premium Support – Hotline, länderspezifische Ansprechpartner, usw.
  • Business App Store Support – speziell eingerichtete interne App Stores

Der große Nachteil, der Preis! Mit 150€ Jahresgebühr sowie stark erhöhten Gerätepreisen (Oculus Go 500€, Quest 999€) sind die VR Brillen damit wesentlich teurer.

HTC Vive Cosmos gelaunched

Die neue VR Brille von HTC „Vive Cosmos“ ist ein direkter Wettbewerber der Oculus Quest und bietet neben Raumtracking ohne PC und Kabel auch viele der Vorteile von „Oculus Business“ schon ab Werk mit an. Die Brille ist aber primär gedacht, um am PC per Virtual Link Kabel betrieben zu werden. Ähnlich wie bei der Oculus Quest sind keine externen Sensoren nötig, die eingelassenen Sensoren übernehmen das Tracking. Besonders macht die Brille eine modulare Erweiterungmöglichkeit – was genau dies ermöglicht, erfahren wir voraussichtlich in Q1/2020. Preis: 799€ inkl. MWSt.

Apple iOS 13

Mit Apples neuem Betriebssystem iOS13 gibt es auch einige neue Möglichkeiten für Tablet und Smartphone AR. Mit ARkit3 können Entwickler und Firmen auf weitere Funktionen zugreifen, wie:

  • Automatische Erkennung von Menschen bzw. Körpern.
  • Objekt „Occlusion“, das heißt die virtuellen Objekte können auch hinter realen Objekten „verschwinden“.
  • Multi-User Erweiterungen
  • Multi-Face Tracking mit bis zu drei Gesichtern können erfasst werden und z.B. mit Snapchat Filtern überlagert werden.
  • Allgemeine Performanceverbesserungen.
  • RealityComposer, welcher eine Art Baukasten ist und z.B. Prototyping oder einfache Anwendungen in der Entwicklung beschleunigt.