Im Gegensatz zum derzeit vorherrschenden Outside-In Tracking erkennt die VR-Brille beim Inside-Out Tracking selbstständig ihren aktuellen Standort im Raum. Dabei ist es egal, welche Technik genau hier verwendet wird. Immer dann, wenn die VR-Brille ihre Position selbst bestimmen kann, handelt es sich um Inside-Out Tracking.

Was ist Inside-Out Tracking?

Wie der Name schon sagt, werden hierbei die Signale vom Inneren der Brille nach außen verfolgt. Dafür nutzt die Brille eine je nach Modell unterschiedlich hohe Anzahl an Kameras. Diese zeigen in verschiedene Richtungen, um einen möglichst großen Bereich erfassen können. Die Kameras sind dabei, anders als beim Outside-In-Tracking, direkt in der Brille integriert. Die VR-Brille verfügt zudem über Hardware zur räumlichen Datenerfassung, wodurch ihr die Positionsbestimmung möglich wird.

Welche Arten von Inside-Out Tracking gibt es?

Beim Inside-Out Tracking unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten. Beim Markerless Inside-Out Tracking erkennt die Brille durch integrierte Sensoren ihre Position. Es werden keine speziellen Markierungen im Raum benötigt. Sichtbares Licht sollte allerdings in jedem Fall vorhanden sein. Dabei ist es egal, von welcher Quelle dieses stammt. Die VR-Brille erkennt sowohl Tageslicht als auch künstliches Licht.

Beim Marker-Based Inside-Out Tracking erkennt die VR-Brille zwar auch mittels integrierter Sensoren ihre aktuelle Position, benötigt aber zusätzlich spezielle Lichtmarkierungen im Raum. Aber auch hier werden die Signale direkt von der Brille verarbeitet.

Vorteile

Ein großer Vorteil dieser Tracking-Methode ist die höhere Mobilität. Dadurch, dass keine Markierungen am Benutzer extern verarbeitet werden müssen, benötigt man – wenn überhaupt – nur noch die Markierungen im Raum. Dies führt dazu, dass der Nutzer sich freier bewegen kann. Außerdem muss er keine Angst mehr haben, über herumliegende Kabel zu stolpern oder sich darin zu verheddern. 

Beim markerlosen Tracking kann sogar vollständig auf Markierungen verzichtet werden, sodass der Aufwand für den Auf- und Abbau dieser im Raum gänzlich entfällt. Gerade bei geringem Platzangebot ist diese Variante also eine gute Lösung für optimalen Spielspaß. Des Weiteren müssen die Signale sowohl beim markerbasierten als auch beim markerlosen Inside-Out Tracking nicht erst durch umstehende Einheiten verarbeitet und dann an den PC weitergeleitet werden, bevor diese in der VR-Brille registriert werden können. Durch die direkte Erfassung über die Brille verkürzen sich also zusätzlich die Latenzzeiten.

Nachteile

Besonders beim markerless Inside-Out Tracking besteht das Problem, dass nur erfasst werden kann, was die Kamera auch sieht. Außerhalb dieses Bereichs kann die Position nicht eindeutig erkannt werden, was beim Spielen häufig zu Komplikationen führt. Wenn die Kameras den Standort nicht mehr erfassen können, wird dieser weiterhin geschätzt. Das Outside-In Tracking ist also zumindest derzeit noch die präzisere Variante. Bei der markerlosen Variante muss für ein reibungsfreies VR-Erlebnis zudem immer für gutes Licht gesorgt sein.